Ausstellungseröffnung: Małgorzata Mirga-Tas. Eine alternative Geschichte

Mit der Ausstellung Małgorzata Mirga-Tas. Eine alternative Geschichte öffnet sich im Kunstmuseum Wolfsburg derzeit ein Raum, der viele Gäste bewegt hat. Die polnische Künstlerin zählt zu den eindrucksvollsten Stimmen der europäischen Kunstszene – und ihr Werk hat am Freitagabend einmal mehr gezeigt, warum. Ihre farbintensiven, textilen Bildwelten erzählen Geschichten von Familie, Gemeinschaft und Selbstermächtigung, die tief verwurzelt sind im Leben der Rom*nja-Gemeinschaften. Die Arbeiten verweben persönliche Erinnerungen und kollektive Erfahrungen zu einem kraftvollen Narrativ, das Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpft.






Bei der Eröffnung am 21. November füllte sich das Museum früh mit Besucherinnen und Besuchern, die neugierig auf die Künstlerin waren – und Mirga-Tas nahm sich Zeit für Gespräche, Blicke hinter die Kulissen und viele herzliche Begegnungen. Es lag eine besondere Energie im Raum: ein Gefühl von Nähe, Respekt und gegenseitigem Interesse. Die Arbeiten aus dem Zyklus Re-enchanting the World, mit denen sie 2022 auf der Venedig-Biennale internationale Aufmerksamkeit erlangte, entfalteten in Wolfsburg ihre ganze Wirkung. Viele Gäste blieben lange vor den einzelnen Werken stehen, entdeckten immer neue Details, Stoffe, Muster und Geschichten.

Dass diese Ausstellung in Deutschland erstmals in diesem Umfang gezeigt wird, war spürbar. Die Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Luzern, dem Henie Onstad Kunstsenter in Norwegen sowie der LEAP Art Foundation, dem Polnischen Institut Berlin und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit hat ein Projekt ermöglicht, das international vernetzt ist – und zugleich mitten in Wolfsburg ankommt.







Der Abend klang in Gesprächen zwischen Besucherinnen, Künstlerkollegen und Teammitgliedern aus. Die Ausstellung können Sie bis zum 15. März 2026 besuchen.
Fotos: Martin Ly