In die Tiefe eintauchen: Julian Charrière im Kunstmuseum Wolfsburg

Mit Midnight Zone präsentiert das Kunstmuseum Wolfsburg aktuell eine Ausstellung, die weit über konventionelle Kunsterfahrung hinausgeht. Der französisch-schweizerische Künstler Julian Charrière verwandelt die große Halle in einen immersiven Erfahrungsraum, der Besucherinnen und Besucher in die geheimnisvolle Welt der Tiefsee eintauchen lässt.

Julian Charrière. Midnight Zone,
Kunstmuseum Wolfsburg
(14.3.–12.7.2026), Julian Charrière,
Spiral Economy,2025,Verkaufsautomat mit Spiegel, Beleuchtung, Fossilien, Christoph Seibt Collection Contemporary Art, Hamburg
© der Künstler / VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Marek Kruszewski

Julian Charrière. Midnight Zone,
Kunstmuseum Wolfsburg
(14.3.–12.7.2026), Julian Charrière,
© der Künstler / VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Marek Kruszewski
Die öffentlich-rechtlichen Medien haben die Ausstellung bereits aufgegriffen. So zeigt etwa der NDR in einem Beitrag, wie das Kunstmuseum Wolfsburg in eindrucksvolle Klang- und Unterwasserwelten eintaucht.
Auch im Format NDR Kultur Das Journal wird die Ausstellung als immersives Erlebnis vorgestellt, das Kunst und Wissenschaft auf besondere Weise verbindet.
Kunst, Wissenschaft und ein Blick in die „Midnight Zone“
Der Titel der Ausstellung verweist auf einen realen Ort: die sogenannte Mitternachtszone der Ozeane, in der kein Tageslicht mehr existiert. Genau dieser Bereich steht im Zentrum von Charrières künstlerischer Auseinandersetzung. Seine Arbeiten verbinden Film, Installation, Fotografie und Skulptur zu einer multisensorischen Erfahrung, die das Element Wasser aus ungewohnten Perspektiven erfahrbar macht.
Im Zentrum der Ausstellung steht eine großformatige Videoarbeit, in der eine rotierende Fresnell-Linse Licht in die dunklen Tiefen des Pazifiks sendet. Das Ergebnis ist ebenso poetisch wie verstörend: Eine fragile Welt wird sichtbar, die zugleich faszinierend und bedroht ist.

Julian Charrière. Midnight Zone,
Kunstmuseum Wolfsburg
(14.3.–12.7.2026)
Julian Charrière, Midnight Zone, 2025,
Fresnellinse, Spiegelfolie, Glas,
Stahlkonstruktion, Transducer, Haze,
Mehrkanal-Soundinstallation,
40 min, Maße variabel;
Albedo, 2025, 1‑Kanal-Video (4K), 16:10,
Farbe, 3D-Ambisonic-Soundscape, 42:20
min, © der Künstler / VG Bild-Kunst, Bonn
2026, Foto: Marek Kruszewski
Auch andere Werke führen in extreme Lebensräume – unter arktisches Eis, in unterirdische Wasserlandschaften oder in schwer zugängliche Ökosysteme. Dabei wird deutlich: Wasser ist nicht nur wichtigstes Element der Natur, sondern auch politisches Thema. Fragen nach Klimawandel, Ressourcen und Umweltzerstörung sind stets präsent.
Ein Ausstellungserlebnis, das unter die Haut geht
Die Ausstellung wird in der Presse als besonders intensiv beschrieben. Die Braunschweiger Zeitung spricht von „unwirklichen Bildern“ und einer nahezu körperlichen Erfahrung, die Besucherinnen und Besucher in eine fremde Welt eintauchen lässt.

Julian Charrière. Midnight Zone,
Kunstmuseum Wolfsburg
(14.3.–12.7.2026)
Julian Charrière, And Beneath It All Flows
Liquid Fire, 2019, 1‑Kanal-Video (UHD),
16:10, Farbe, Stereoton, Endlosschleife, ©
der Künstler / VG Bild-Kunst, Bonn 2026,
Foto: Marek Kruszewski

Julian Charrière. Midnight Zone,
Kunstmuseum Wolfsburg
(14.3.–12.7.2026), Julian Charrière,
© der Künstler / VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Marek Kruszewski
Bereits zur Eröffnung zog die Ausstellung großes Interesse auf sich: Rund 700 Gäste kamen ins Kunstmuseum Wolfsburg, um die bisher größte Einzelausstellung des Künstlers zu erleben.
Jetzt selbst eintauchen
Midnight Zone ist keine Ausstellung, die man nur betrachtet, sie ist ein Raum, den man erlebt. Licht, Klang und Bewegung verschmelzen zu einer Atmosphäre, die zwischen wissenschaftlicher Neugier, ästhetischer Faszination und ökologischem Bewusstsein oszilliert.
Wer sich darauf einlässt, verlässt das Museum mit einem neuen Blick auf unseren Planeten und auf die verborgenen Welten unter seiner Oberfläche.
Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier.
Installationsansichten: Marek Kruszewski