Ein neuer Ort für Begegnung und Diskurs im Kunstmuseum Wolfsburg – Die Open Area ist eröffnet!

Mehr als zwei Jahre lang wurde geplant, diskutiert, entworfen, organisiert und immer wieder neu gedacht, bis aus einer Idee ein Ort wurde. Am Freitag, den 3. Juli 2026, war es dann endlich so weit: Gemeinsam mit zahlreichen Gästen feierte das Kunstmuseum Wolfsburg die Eröffnung der Open Area.
In Kooperation mit der Stadt Wolfsburg hat die Kunstvermittlung am Kunstmuseum einen Dritten Ort geschaffen – einen offenen Raum für Begegnung, Austausch und gesellschaftliche Teilhabe, in dem Menschen zusammenkommen, Ideen entwickeln, kreativ werden oder einfach Zeit miteinander verbringen können. Kostenfrei und ohne Konsumzwang. Als sichtbares architektonisches Zeichen hat das Büro raumlaborberlin dafür auf dem Hollerplatz vor dem Museum den neuen Pavillon „Koralle“ realisiert, die am Freitag frisch lackiert in roter Farbe strahlte, eine glitzernde Discokugel in der Mitte. Schon beim Ankommen war spürbar, dass dieser Abend etwas Besonderes werden würde. Menschen jeden Alters kamen zusammen, um die neuen Räume kennenzulernen. Familien, Nachbarn, Kulturinteressierte, Kooperationspartner*innen und viele neugierige Besucher*innen füllten den Hollerplatz, den Japangarten sowie die neu gestalteten Innenräume des Museums mit Leben.
Zur Eröffnung begrüßte Museumsdirektor Andreas Beitin die Gäste. Anschließend sprachen der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs, der Erste Stadtrat und Stadtbaurat der Stadt Wolfsburg, Kai-Uwe Hirschheide, sowie Sarah Groiß, Projektleiterin der Open Area.
Besonders eindrücklich brachte Falko Mohrs die Idee der Open Area auf den Punkt: „Es ist ein Ort geworden, an dem es genau darum geht, was Kunst und Kultur ausmacht und leisten können: Menschen zusammenzubringen und sie miteinander ins Gespräch zu bringen. Sich vielleicht auch einmal irritieren zu lassen, Fragen zu stellen und über Dinge nachzudenken – am besten gemeinsam. Genau dafür steht diese Open Area“, sagte der Minister. In einer Demokratie gehe es auch darum, auszuhalten, dass andere Menschen andere Positionen vertreten: „Trotzdem gehören wir gemeinsam zu einer Gesellschaft und zu einer Demokratie – auch wenn wir nicht immer derselben Meinung sind.“ Kai-Uwe Hirschheide hob die besondere Wirkung des neuen Pavillons hervor. „Die Koralle toppt das alles. Es ist eine tolle Idee, und ich freue mich, dass das Kunstmuseum sie umgesetzt hat. Dass sie rot ist, gefällt mir besonders – das wirkt richtig gut. Sie hat einfach eine ganz besondere Ausstrahlung.“
Projektleiterin Sarah Groiß sagte: „Gemeinsam mit dem Berliner Kollektiv raumlaborberlin haben wir einen sogenannten ‚Dritten Ort‘ geschaffen. Einen Ort, der weder ein Zuhause noch ein Arbeitsplatz ist, sondern ein Raum dazwischen – ein offenes Wohnzimmer für die Stadtgesellschaft. Ein Ort, der wie ein Schwamm funktioniert: Er saugt die Impulse, die Fragen und die Energie von außen auf und spiegelt sie wider“. Und in der Tat: Kaum waren die Bänder um die Koralle durchschnitten, nahmen die Besucher*innen diese neue „Open Stage“ auch schon in Besitz – allen voran die Kinder, die beinahe sofort zu tanzen begannen.
Die Performance Kras û Fistan / Da Seve unter der Leitung von Ferhat Kartal eröffnete den künstlerischen Teil des Abends. Besucher*innen konnten anschließend bei der Open Kitchen gemeinsam Fingerfood aus geretteten Lebensmitteln genießen und dabei das europäische Forschungsprojekt SPOON kennenlernen. Gleichzeitig öffnete der Japangarten wieder seine Türen und lud zum Verweilen ein. In der Koralle legten DJ SU und DJ figo_greyhound auf, noch weit in den Abend hinein wurde hier getanzt.
Die Open Area umfasst neben der Koralle auf dem Hollerplatz das Studio, den Raum Ato sowie den Japangarten. Gemeinsam bilden sie eine offene Plattform für Workshops, Lesungen, Konzerte, Diskussionen, kreative Projekte und viele weitere Formate, die gemeinsam mit Initiativen, Vereinen und Menschen aus Wolfsburg und Region entstehen sollen.
Die Eröffnung war dabei nicht das Ziel, sondern der Anfang. Die Open Area, die durch eine Förderung aus dem Bundesprogramm „Investitionen in national bedeutsame Kultureinrichtungen in Deutschland“ (INK) 2025 des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und eine Förderung der Stadt Wolfsburg sowie Eigenmittel des Kunstmuseum Wolfsburg ermöglicht wurde, versteht sich als ein lernendes Projekt, das sich mit den Ideen der Menschen organisch weiterentwickelt. Sie lebt davon, dass Besucher*innen den Ort mitgestalten, neue Impulse einbringen und ihn zu ihrem Treffpunkt machen. Projektideen nimmt das Team der Kunstvermittlung unter openarea@kunstmuseum.de gern entgegen.
Bildcredits:
Titelbild: Marek Kruszewski
Impressionen Eröffnungsfeier Open Area Till Mattmüller





































