Mehr Ruhe für mehr Teilhabe: Die Stille Stunde im Kunstmuseum Wolfsburg

Ein Museumsbesuch bedeutet für viele Menschen Inspiration, Entdeckung und Entschleunigung. Für andere kann er jedoch auch mit Stress verbunden sein. Helle Räume, wechselnde Lichtverhältnisse, Geräusche oder viele Besucher*innen können dazu führen, dass ein Ausstellungsbesuch zur Herausforderung wird.
Mit der Stillen Stunde schafft das Kunstmuseum Wolfsburg deshalb ein neues Angebot für Menschen, die Kunst in einer möglichst ruhigen und reizarmen Umgebung erleben möchten.
An jedem ersten Dienstag im Monat zwischen 16.30 und 18 Uhr wird bewusst auf ausstellungsbegleitende Veranstaltungen in den Ausstellungen verzichtet. Es finden keine Führungen statt, Geräusche werden auf ein Minimum reduziert und das Museum schafft eine entspannte Atmosphäre, die einen konzentrierten und individuellen Zugang zur Kunst ermöglicht.
Die Einführung der Stillen Stunde ist Teil des kontinuierlichen Bemühens des Kunstmuseum Wolfsburg, Barrieren abzubauen und kulturelle Teilhabe zu stärken. Dabei versteht sich das Format ausdrücklich als lernendes Projekt. Erfahrungen und Rückmeldungen der Besucher*innen helfen dabei, das Angebot weiterzuentwickeln und noch besser an unterschiedliche Bedürfnisse anzupassen.
Denn ein Museum sollte ein Ort sein, an dem sich möglichst viele Menschen willkommen fühlen – unabhängig davon, wie sie Kunst erleben.
Stille Stunde
Termine: 4. August (On Nervous Grounds), 1. September (On Nervous Grounds), 6. Oktober (Tell Me Where Home Is), 3. November (Tell Me Where Home Is) und 1. Dezember (Ganzes Haus)
16.30–18 Uhr
Kunstmuseum Wolfsburg