Heimat kreativ gestalten und gemeinsam Sound erleben: Im September lädt die Open Area des Kunst­mu­seum Wolfsburg noch zu zwei beson­deren Veran­stal­tungen ein. Bei einem Zine-Workshop und einem Sound-Workshop mit Künstler*innen und DJ entstehen Räume für Austausch, Kreati­vität und neue Perspek­tiven. Die Veran­stal­tungen sind kosten­frei und laden dazu ein, die Open Area als offenen Ort der Begegnung zu erleben.

Programm­über­sicht:

Freitag, 25.9.26, 17–20 Uhr: Zine-Workshop mit Fabien Diffé – Kleine Hefte, große Geschichten zum Thema „Heimat“

Sonntag, 27.9.26, 13–16 Uhr: Creating Sound­s­capes mit Sylvain Couzinet-Jacques & ABS8LUTE

Zine-Workshop mit Künstler Fabien Diffé – Kleine Hefte, große Geschichten zum Thema „Heimat“

Foto: Lukas Groß

Freitag, 25. September 2026, 17–20 Uhr

Kleine Hefte, große Ideen und jede Menge Raum für persön­liche Geschichten – Zines sind momentan im Trend. Der Begriff kommt vom engli­schen „magazine“ und bezeichnet selbst­ge­machte, meist kleine Hefte. Sie werden gefaltet, geheftet oder gebunden und können ganz frei mit Zeich­nungen, Fotos, Texten und Collagen gestaltet werden. Ursprüng­lich entstanden Zines in den USA und wurden insbe­son­dere in queeren und Schwarzen Commu­nities als unabhän­gige Publi­ka­tionen selbst produ­ziert und verbreitet.

Beim Zine-Workshop mit Jennifer Mendel und dem Künstler Fabien Diffé Kamga dreht sich, ausgehend von der aktuellen Ausstel­lung Tell Me Where Home Is, alles um die Frage: Was bedeutet Heimat für uns? Ist sie ein Ort, sind es bestimmte Menschen oder Gegen­stände? Gibt es eine Heimat oder mehrere?

Gemeinsam schauen wir uns zunächst die Geschichte der Zines an. Anschlie­ßend zeigt Fabien prakti­sche Tipps und Tricks zum Zeichnen und Illus­trieren. Mit Fotos, Bildern, Zeich­nungen und persön­li­chen Erinne­rungen gestaltet ihr euer eigenes Zine zum Thema Heimat.

Gerne können eigene Fotos, Bilder oder Erinne­rungs­stücke zum Thema Heimat mitge­bracht werden. Das fertige Zine kann im Anschluss mit nach Hause genommen werden.

Keine Vorkennt­nisse nötig – einfach mitmachen und kreativ werden!
Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung per E‑Mail an openarea@kunstmuseum.de.
Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 25 Personen begrenzt.

Creating Soundscapes mit Sylvain Couzinet-Jacques & ABSO8LUTE

Foto: Marek Kruszewski

Sonntag, 27. September 2026, 13–16 Uhr

Zum Abschluss der Ausstel­lung On Nervous Grounds. Zwischen Wahn und Wirklich­keit laden wir zu einem beson­deren Sound-Workshop mit dem franzö­si­schen Künstler Sylvain Couzinet-Jacques und DJ ABS8LUTE ein.

Ausgangs­punkt ist Couzinet-Jacques’ Arbeit Sub Rosa, die im Rahmen der Ausstel­lung präsen­tiert wird und Teil der Sammlung des Kunst­mu­seum Wolfsburg ist. Gemeinsam mit dem Künstler erkunden die Teilnehmer*innen das Werk und seine Verbin­dung zu seinem langfris­tigen Projekt Eden und dem sogenannten „Roten Haus“ – einem Ort, an dem Fragen nach Gemein­schaft und Begegnung eine zentrale Rolle spielen.

Für die anschlie­ßende Sound-Medita­tion ist die franzö­si­sche DJ und Musik­ak­ti­vistin ABS8LUTE zu Gast. Die in Frank­reich geborene und inzwi­schen in Berlin lebende Künst­lerin ist für ihren hypno­ti­schen und perkus­siven Techno bekannt, in den auch Einflüsse ihres karibi­schen Erbes einfließen. Neben ihrer musika­li­schen Arbeit engagiert sie sich für mehr Sicht­bar­keit und Teilhabe von Frauen und Minder­heiten in der elektro­ni­schen Musik­szene. Mit dem von ihr gegrün­deten feminis­ti­schen Kollektiv Vénus Club unter­stützt sie FLINTA-DJs und bietet DJ-Workshops und Mentoring an. Als künst­le­ri­sche Leiterin des Pariser Kollek­tivs Kluster verbindet sie Musik, Community und Fragen nach Zugäng­lich­keit und Repräsentation.

Der Workshop findet in engli­scher Sprache statt. Vorkennt­nisse sind nicht erfor­der­lich.
Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung per E‑Mail an openarea@kunstmuseum.de.
Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 25 Personen begrenzt.

Titelbild: Sylvain Couzinet-Jacques, The Little Red School­house of Eden, $1,000 House, painting with custom red pigment, 2016 — © Sylvain Couzinet-Jacques, ADAGP Paris 2026