Künstliche Lichtquellen sind eine Grundbedingung des modernen globalen Lebens. Elektrisches Licht ermöglicht einerseits kulturelle Events, bietet sozialen Raum und Schutz, kann Menschen, Objekte oder Konsumartikel inszenieren und ihnen dadurch Bedeutung verleihen. Andererseits wird mit dem gezielten Einsatz von elektrischem Licht Macht ausgeübt: Mit ihm kann manipuliert, überwacht, ausgegrenzt oder sogar zerstört werden.

Die Ausstellung Macht! Licht! bietete mit rund 80 Lichtkunstwerken und ‑installationen von 65 international bekannten Künstler*innen erstmals einen Einblick in das faszinierende Spektrum von im weiteren Sinn politischer Lichtkunst. In der abgedunkelten Ausstellungshalle leuchteten Ihnen Arbeiten u.a. von Joseph Beuys, Claire Fontaine, Sylvie Fleury, Georg Herold, Brigitte Kowanz, Warren Neidich und Bettina Pousttchi entgegen.

Nana Petzet, Lichtfalle Hamburg, 2015/2018, Aktion im Hamburger Hafen mit Lichtobjekt (Leuchtstoffröhren auf Aluträger, Lichtsegel), ca. 450 x 330 x 30 cm, © Nana Petzet / VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Courtesy die Künstlerin, Foto: Helge Mundt

Los Carpinteros, It´s not Che, it´s Angela Merkel, 2014, pulverbeschichtetes Aluminium, LEDs, 170 x 120 x 8 cm, © Los Carpinteros, Courtesy Los Carpinteros und Galerie Peter Kilchmann, Zürich, Foto: Jason Wyche, New York.



Georg Herold, House within His Darkness ἐν ἀρχῇ ἦν ὁ Λόγος, Holz, Stahlrohr, Leuchtmittel, Elektroinstallationen, Apfelsine, 1995, Holz, Stahlrohr, Leuchtstoffröhren, Elektroinstallationen, 325 x 195 x 258 cm, Kunstmuseum Wolfsburg, © Georg Herold / VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Foto: Helge Mundt
Mariana Vassileva, Burned Hands, 2013, verkohltes Holz, Neon-System, 60 x 45 x 30 cm, Kunstmuseum Wolfsburg, Dauerleihgabe aus Privatsammlung, © Mariana Vassileva, Kunstmuseum Wolfsburg, Foto: Mariana Vassileva