Neue Perspektiven, gemeinsame Zukünfte: Der Oktober in der Open Area

Im Oktober lädt die Open Area des Kunstmuseum Wolfsburg dazu ein, neue Perspektiven auf Zugehörigkeit, gesellschaftlichen Wandel und nachhaltige Zukunftsmodelle zu entdecken. Eine Lecture Performance, zwei Veranstaltungen im Rahmen der Global Donut Days 2026 und eine DJ-Session bringen Menschen zusammen, eröffnen neue Denkräume und rücken lokale Ideen in den Fokus
Donnerstag, 15. Oktober 2026, 17–19 Uhr
Δηλώνω επίσημα: Είμαι ο πιο cutest – „Hiermit erkläre ich offiziell: Ich bin der Cuteste.“
Eine Lecture Performance von Philip Rudzinski
Was macht einen Menschen offiziell zugehörig? Wer entscheidet darüber, wo wir hingehören, und welche Rolle spielen Dokumente, Sprache und Herkunft? Ausgehend von seiner eigenen Familiengeschichte nimmt der Designer, Künstler und Autor Philip Rudzinski das Publikum mit nach Athen, in die Welt von Verwaltungsstrukturen und Archiven. Über mehrere Monate versucht er, offiziell als der „Cuteste“ (Dt. Süßeste) anerkannt zu werden. Dokumente, Gespräche und persönliche Erinnerungen verbindet er zu einer humorvollen und zugleich tiefgründigen Erzählung über Zugehörigkeit und Bürokratie. Ein bei diesem Prozess gerissener Lederschuh wird dabei zum Sinnbild eines kräftezehrenden bürokratischen Marathons.

Philip Rudzinski hat familiäre Wurzeln in Polen und lebt und arbeitet zwischen Hannover und Athen. Er studiert Freie Kunst in der Klasse von Nasan Tur an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Seine Publikation Δηλώνω επίσημα: Είμαι ο πιο cutest ist Teil der Sammlung der Nationalbibliothek Griechenlands. Vor der Lecture Performance gibt es einen kurzen Impuls zur Ausstellung Tell Me Where Home Is. Die Performance findet in englischer und griechischer Sprache statt. Anschließend folgt ein Artist Talk mit Andreas Baumgartner auf Deutsch.
Offen für Menschen aller Generationen. Kostenlos, ohne Anmeldung.
Treffpunkt: Eingang Open Area, Kunstmuseum Wolfsburg
Global Donut Days 2026 – Regenerative Zukünfte gemeinsam gestalten in Kooperation mit Re:Studio, institut für zukünfte e.V. und SPAICE – Startupzentrum Wolfsburg
Mittwoch, 21. Oktober 2026, 17–19 Uhr
Impulsvortrag von Alexa Böckel: Visionen für zirkuläre Zukünfte. Wo wollen wir hin?
Wie könnte eine Wirtschaft des 21. Jahrhunderts aussehen? Der internationale Global Donut Day bringt Menschen, Unternehmen und Städte auf der ganzen Welt zusammen, um diese Frage zu erforschen. In Wolfsburg setzt Vanessa Rosenthal, Gründerin von Re:Studio, mit dem institut für zukünfte e.V., SPAICE – Startupzentrum Wolfsburg und der Open Area im Kunstmuseum Wolfsburg dieses globale Gespräch in einen lokalen Kontext und verknüpft internationale Perspektiven mit den Ideen, Initiativen und Möglichkeiten, die in unserer Stadt bereits entstehen.
Im Impulsvortrag von Alexa Böckel geht es um aktuelle Forschungsergebnisse, die zeigen, wie Unternehmer*innen und junge Startups derzeit zirkuläre Zukünfte prägen und was sie aktuell tun, um diese umzusetzen. Gemeint sind Zukunftsmodelle, in denen Ressourcen möglichst lange genutzt, Produkte repariert und wiederverwendet und Materialien in Kreisläufen geführt werden, statt sie zu verschwenden. Im Anschluss folgt ein offener Austausch darüber, was in der Stadt Wolfsburg umgesetzt werden kann, um auch hier regenerative Methoden stärker in den Vordergrund zu rücken.
Keine Vorkenntnisse nötig. Kostenlos, ohne Anmeldung.
Treffpunkt: Eingang Open Area, Kunstmuseum Wolfsburg
Samstag, 24. Oktober 2026, 16–18 Uhr
Interaktiver Workshop: Gemeinsam eine regenerative Zukunft für Wolfsburg erkunden: Wie kommen wir dahin?
Im Rahmen der internationalen Global Donut Days 2026 laden Vanessa Rosenthal (Re:Studio) und Julia Matheis (institut für zukünfte e.V.) zum interaktiven Workshop über Fragen rund um Regeneration und Zukunftsgestaltung in die Open Area des Kunstmuseum Wolfsburg ein.
In einem offenen, interaktiven Workshop betrachten wir die Geschichten, die wir über Fortschritt, Wachstum und das Zusammenleben erzählen und fragen, welche neuen Erzählungen uns helfen könnten, uns in regenerativere Zukünfte zu bewegen. Welche Zukunftsbilder tragen wir bereits in uns? Und welche neuen Erzählungen brauchen wir, um eine lebenswerte Zukunft für Mensch und Umwelt zu gestalten? So werden in dem Workshop durch einen Impuls von Vanessa Rosenthal und Julia Matheis globale Perspektiven mit lokalen Erfahrungen, Ideen und Geschichten der Teilnehmenden verbunden. Ein Fokus liegt darauf, Nachbarschaftsinitiatven und weitere soziale Gemeinschaften sichtbar zu machen und zu diskutieren, welche Rolle sie für die Zukunft der Stadt Wolfsburg spielen.
Der Workshop versteht sich als offene Einladung zum Mitdenken, Mitgestalten und Vernetzen.
Keine Vorkenntnisse nötig, kostenlos, ohne Anmeldung.
Treffpunkt Eingang Open Area, Kunstmuseum Wolfsburg
Samstag, 24. Oktober 2026, 18–0 Uhr
Party: DJ-Session mit house.dom.بيت
Die Open Area lädt zu einer DJ-Session mit deja__su (Souhaiel Ben Salem) und figo_greyhound (Philipp Kapitza) ein.

Der Abend steht ganz im Zeichen der Sichtbarmachung lokaler Künstler*innen und der Vielfalt von House Music – diesmal mit dabei sind DJ melascha und ENOKI. Der Name ist dabei Programm: Denn es geht nicht nur um House Music, sondern auch um das sinnbildliche Haus als Ort der Begegnung, Zugehörigkeit und Gemeinschaft.
Eintritt frei, keine Tickets erforderlich.
Mehr Infos zum Programm und zur Open Area hier.
Titelbild: Re:Studio