Über uns

Mission Statement

    

Das Kunst­mu­seum Wolfsburg ist ein etablierter und leben­diger Ort der Kunst – sowohl lokal und regional verankert als auch inter­na­tional wirksam wie anerkannt. Es lädt dazu ein, sich von globaler Kunst inspi­rieren zu lassen, Neues und vielleicht auch Provo­kantes zu entdecken oder eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Als barrie­re­armer und inklu­siver Raum der Kultur fördert das Museum Neugier und Reflexion und bietet zugleich Bildung, Spaß und Genuss für alle Menschen.

Im Rahmen von richtungs­wei­senden Einzel- und Themen­aus­stel­lungen sowie durch das Erfor­schen, Bewahren und Präsen­tieren unserer vielfäl­tigen Sammlung stellen wir inter­na­tional bedeu­tende künst­le­ri­sche Positionen vor. Mit kriti­schem Blick widmen wir uns akuten Fragen der Gegenwart im Spiegel der Kunst und berei­chern gesell­schaft­liche Diskurse mit neuen Impulsen. Diese Verant­wor­tung nehmen wir auch ökolo­gisch und ethisch ernst: Wir arbeiten konti­nu­ier­lich daran, den Ressour­cen­ver­brauch und die CO₂-Emissionen unseres Hauses nachhaltig zu senken.

Mit unserer neuen Open Area öffnen wir das Museum noch stärker für die Stadt­ge­sell­schaft und vielfäl­tige Commu­nitys. Als agiler Begeg­nungs- und Kreativ­raum ermög­licht die Open Area parti­zi­pa­tive Formate, Co-Kreation und einen leben­digen Wissens­aus­tausch auf Augenhöhe. Zusammen mit den innova­tiven analogen und digitalen Angeboten unserer Kunst­ver­mitt­lung lädt das Kunst­mu­seum Wolfsburg dazu ein, Kunst aktiv mitzu­ge­stalten oder ihr inspi­rie­rendes Spektrum gemeinsam mit Familie und Freund*innen zu genießen.

Mit den Formaten Volks­wagen Group Art4All und Young & Free bieten wir bei freiem Eintritt  die Möglich­keit, neben den Ausstel­lungen auch Konzerte, Vorträge oder Künstler*innengespräche zu erleben.

In Zeiten komplexer Krisen und gesell­schaft­li­cher Umbrüche bietet Kunst Orien­tie­rung und vermag Zuver­sicht zu stiften. Mit ihren kreativen Energien und ästhe­ti­schen Formen bringt Kunst Menschen verschie­dener Genera­tionen, Kulturen und Lebens­welten zusammen. Dieses gemein­same Erleben stärkt ein demokra­ti­sches Wir-Gefühl und fördert Diver­sität, Empathie sowie gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt. Das Kunst­mu­seum Wolfsburg bietet mit seinen einzig­ar­tigen räumli­chen Möglich­keiten den idealen Rahmen dafür.

Das Kunst­mu­seum Wolfsburg ist ein offener und zugleich sicherer, inklu­siver, nachhal­tiger und parti­zi­pa­tiver Ort der Kunst – ein Ort für alle.

Dr. Andreas Beitin
Direktor Kunst­mu­seum Wolfsburg
Sommer 2026


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Jahresbericht

Kunst ist Zuver­sicht – und auch wir blicken voller Zuver­sicht auf das vergan­gene Jahr zurück und nach vorn. Daher freuen wir uns, Ihnen den Jahres­be­richt 2025 digital zu präsentieren.

Diesen finden Sie hier.

Viel Freude beim Entdecken!

Die Sammlung

Seit 1994 sammelt das Kunst­mu­seum Wolfsburg inter­na­tio­nale zeitge­nös­si­sche Kunst. Mit Schlüs­sel­werken der Spätmo­derne rund um Minimal Art, Concep­tual Art und Arte Povera wurde eine solide Basis gelegt. Jüngere Positionen schließen sich an. Dabei ging und geht es nicht um den Aufbau einer breiten kunst­his­to­ri­schen Sammlung, sondern um eine profi­lierte. Schlüs­sel­werke, Werkgruppen, Werkphasen sowie die beispiel­hafte Präsen­ta­tion künst­le­ri­scher Entwick­lungen stehen dabei im Vorder­grund. Es entsteht keine Dokumen­ta­tion sogenannter Strömungen, sondern eine Fokus­sie­rung auf Positionen und Werke, die stell­ver­tre­tend für wichtige Aspekte der Gegen­warts­kunst stehen. Die Sammlung umfasst derzeit rund 1.000 Werke oder Werkgruppen.

Hier finden Sie Infor­ma­tionen zu den Künstler*innen und Werken der Sammlung.

Bei der Jubilä­ums­aus­stel­lung Now Is The Time zeigte das Kunst­mu­seum Wolfsburg 2019 die Highlights seiner Sammlung. Foto: Marek Kruszewski

Trägerschaft

Das Kunst­mu­seum Wolfsburg ist eine private und gemein­nüt­zige Stiftung bürger­li­chen Rechts. Mit einer Anschub­fi­nan­zie­rung von Volks­wagen, der Stadt Wolfsburg und mit privaten Spenden konnte die Reali­sie­rung des Kunst­mu­seum Wolfsburg begonnen werden. Der anschlie­ßende Bau sowie der laufende Unterhalt wurden und werden von der in München ansäs­sigen Holler-Stiftung getragen, gegründet von Asta und Christian Holler, den Eigen­tü­mern der Volks­wagen-Versi­che­rungs­dienst GmbH (VVD).

Ein offener, vitaler und dynami­scher Ort für Kunst und Kultur: das Kunst­mu­seum Wolfsburg. Foto: Marek Kruszewski

Architektur

Das Kunst­mu­seum Wolfsburg wurde von 1992 bis 1994 vom Hamburger Archi­tek­tur­büro Peter Schweger und Partner als trans­pa­rente Stadt­loggia (Museum mit Glasdach) gebaut. Mit ihrem weit überspan­nenden Glasdach markiert sie den Stadt­ein­gang Süd Richtung Holler­platz. Archi­tek­to­nisch steht der Solitär im Spannungs­feld zwischen dem Theaterbau von Hans Scharoun und dem Kultur­zen­trum von Alvar Aalto.

Zentrum des Museums ist die 16 Meter hohe Ausstel­lungs­halle mit einem quadra­ti­schen Grundriss von 40 Metern Seiten­länge. Die Wirkung der Ausstel­lungen profi­tiert von den flexiblen Möglich­keiten der großen Ausstel­lungs­halle, die es erlaubt, eine indivi­duell auf die jeweilige Ausstel­lung zugeschnit­tene Archi­tektur zu entwi­ckeln. Der großzü­gige Grundriss eignet sich besonders für großdi­men­sio­nierte Objekte, Environ­ments, Instal­la­tionen und Medien­kunst. Die Halle ist an drei Seiten zweige­schossig von Ausstel­lungs­räumen umgeben. Die gesamte Ausstel­lungs­fläche beträgt 3500 Quadrat­meter. Das vom ersten Oberge­schoss aus separat zugäng­liche, zweige­schos­sige Studio wird als flexibler Workshop- und Präsen­ta­ti­ons­be­reich zur Vermitt­lung der Ausstel­lungen genutzt.

Die Ausstel­lungs­halle ist 16 Meter hoch und bietet Raum für flexible Archi­tek­turen.
Foto: Marek Kruszewski

Japangarten

Das Kunst­mu­seum Wolfsburg hat neben dem Museum für Ostasia­ti­sche Kunst in Köln als eines der wenigen Museen in Europa einen Japangarten. Der ursprüng­lich vom Museums­ar­chi­tekten Peter Schweger konzi­pierte, 16 x 32 Meter große Skulp­tu­renhof wurde ab September 2007 zu einem Ort der Stille und der Kontem­pla­tion. Die Konzep­tion eines Zen-Gartens steht in enger Verbin­dung zur Ausstel­lung „Japan und der Westen: Die erfüllte Leere“ desselben Jahres. Inspi­riert durch die technoide, trans­pa­rent wirkende Archi­tektur des als Stadt-Villa konzi­pierten Museums entstand ein Ruhepol innerhalb der Indus­trie­stadt Wolfsburg.

Partner­ar­chi­tekt des Umgestal­tungs­kon­zepts war Prof. Dipl.-Ing. Kazuhisa Kawamura von der Fachhoch­schule Mainz. Überdacht und mit Ruhebänken versehen, bietet der Japangarten den Besucher*innen die Möglich­keit zu Entspan­nung und Entschleu­ni­gung. Über eine Kiesfläche fällt der Blick auf eine Wand, die in ihrer Kompo­si­tion und Farbe und in Zusam­men­spiel mit zwei weiteren, kleineren Wandscheiben dem Garten eine skulp­tu­rale Qualität verleiht. Die Natur in Form des Gartens mit Hecken, Mauern und Gebäuden zu umgeben, ist nach japani­schem Verständnis kein Wider­spruch, vielmehr Kennzei­chen des japani­schen Schön­heits­sinns. Die bewusste Kombi­na­tion des Rational-Planvollen und des Zufällig-Natür­li­chen ist Charak­te­ris­tikum eines japani­schen Gartens. Erst durch die Einfas­sung, ähnlich wie bei einem Gemälde im Rahmen, wird der Garten als solcher erkannt und geschätzt.

In der großen Kiesfläche, die Wasser symbo­li­siert, sind Elemente des Zen-Gartens integriert. Die Steine und Pflanzen wurden nach ihrer klima­ti­schen Tauglich­keit ausge­sucht, sodass neben japani­schen Bambus­pflanzen hiesige Wachol­der­bü­sche und ein Ahorn gepflanzt wurden, die durch fachge­rechten Schnitt zum Bonsai entwi­ckelt werden.

Garten und Museum sind im Idealfall keine getrennten archi­tek­to­ni­schen Werke, sondern Teile eines Gesamt­kon­zeptes. Beide Lebens­räume gehen scheinbar fließend inein­ander über und bilden eine Symbiose.

Trans­pa­rente Archi­tektur zeichnet den Japangarten aus.
Der Japangarten bietet einen Ruhepol in der Indus­trie­stadt Wolfsburg. Foto: Marek Kruszewski