Christian Boltanski

Bewegt

2. 3. — 21. 7. 2013

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Erinne­rung und Vergäng­lich­keit sind die großen Themen Christian Boltanskis (*1944 in Paris). Im Zentrum der Ausstel­lung „Bewegt” steht eine überdi­men­sio­nale kineti­sche Instal­la­tion, die Boltanski eigens für die große Halle des Kunst­mu­seum Wolfsburg konzi­piert hat. Sie schließt an seine monumen­talen Instal­la­tionen im Grand Palais Paris 2010 und anläss­lich der Biennale von Venedig 2011 an.

190 großfor­ma­tige Porträts auf trans­pa­renten Tüchern hat Boltanski für sein neues Werk seiner Arbeit „Mensch­lich” (1994) entnommen, dem für ihn „entschei­denden“ Werk, das sich in der Sammlung des Kunst­mu­seums befindet und ebenfalls Teil der Ausstel­lung ist. In ihm hat Boltanski 1200 Fotogra­fien seiner 1970 bis 1994 entstan­denen Porträ­t­in­stal­la­tionen zusam­men­ge­führt: Menschen verschie­denen Alters, Geschlechts, Herkunft, Religion, sozialen Status, Nation, aber auch Täter und Opfer. In weiteren Arbeiten der Ausstel­lung, die sich bis in den Japangarten des Museums erstreckt, setzt sich Boltanski mit dem Verschwinden seiner eigenen Person ausein­ander und mit der Vergäng­lich­keit an sich. Das Kunst­mu­seum Wolfsburg richtet damit die seit 20 Jahren umfas­sendste Ausstel­lung mit Werken Christian Boltanskis im norddeut­schen Raum aus, eine Ausstel­lung, die nach dem Leben wie nach dem Tod fragt.

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