Tuning up #3

Einsatz für eine Sammlung in Wolfsburg

9. 9. 1995 — 7. 1. 1996

Infos

Mit der Ausstel­lungs­reihe TUNING UP verfolgt das Kunst­mu­seum Wolfsburg weiterhin das Ziel, seine junge Sammlung auf ihr zukünf­tiges Profil hin einzustimmen.

Tuning up #3 unter­nimmt den Versuch, einen für jeden Sammlungs­aufbau zentralen Aspekt in den Vorder­grund zu stellen: Eine Sammlung unter­scheidet sich von einer Ansamm­lung vor allem dadurch, daß formale und inhalt­liche Bezie­hungen zwischen den Werken deutlich werden, ohne daß damit eine vorder­grün­dige Ähnlich­keit verbunden ist. Ausschlag­ge­bend ist die Ausge­prägt­heit der Relationen – seien es Diffe­renzen oder Gemein­sam­keiten. Das Ausbilden solcher Bezie­hungen zwischen den Werken zugunsten einer Einheit, die als Sammlung bezeichnet werden kann, ist Thema von Tuning up #3. Die Ausstel­lung nähert sich diesem Thema, indem sie als Rundgang durch eine Abfolge von Künst­ler­räumen angelegt ist. So wie Tuning up #2 mit der zur selben Zeit statt­ge­fun­denen Ausstel­lung Jean-Marc Busta­mentes korre­spon­dierte, so lassen sich auch zwischen Tuning up #3 und der gleich­zeitig eröff­neten Ausstel­lung Georg Herolds, XTOONE, manche Bezüge herstellen.

Seit Tuning up #2 konnten mehrere Arbeiten neu in die Sammlung aufge­nommen werden: neun Arbeiten von Stanley Brouwn (1963–1994), die nahezu alle wichtigen Werkphasen dieses Künstlers reprä­sen­tieren, von Bruce Nauman die bereits in Tuning up #2 ausge­stellte Arbeit von 10 Wachs­köpfen “10 Heads Circle / In and Out” (1990) und “Frankfurt Portfolio” (1990), von Gilbert & George als nunmehr drittes Werk “The Major’s Port” (1972), ein Komplex von 38 Fotogra­fien des Ameri­ka­ners James Welling sowie der “Andy Warhol-Robot” (1994) von Nam June Paik, ein Geschenk des Freun­des­kreises. Eine weitere Neuerwer­bung, “Egg Grows No. 4” (1984) von Nam June Paik, wird innerhalb der ab November parallel im Kunst­mu­seum statt­fin­denden Paik-Ausstel­lung zu sehen sein.

 Neben den Werken der Sammlung helfen auch diesmal wieder Leihgaben, das zukünf­tige Profil der Sammlung zu umreißen.