Dank des heraus­ra­genden Engage­ments des Freun­des­kreises des Kunst­mu­seum Wolfsburg kann das Museum ein Hauptwerk der inter­na­tional renom­mierten Künst­lerin Małgorzata Mirga-Tas für die Sammlung erwerben.

Alle zwei Jahre entscheiden die Mitglieder des Freun­des­kreises basis­de­mo­kra­tisch über drei Ankaufs­vor­schläge, die vom Direktor des Kunst­mu­seum Wolfsburg zum Ankauf empfohlen werden. Somit kommt den Mitglie­dern das schöne Privileg zu, die Entwick­lung der Sammlung „ihres“ Museums mitzu­be­stimmen. Am 12. März 2026 war es denn im Rahmen der jährli­chen Mitglie­der­ver­samm­lung wieder soweit: Mit überwäl­ti­gender Mehrheit wurde dieses Mal für den Ankauf eines großfor­ma­tigen Werkes der polni­schen Künst­lerin Małgorzata Mirga-Tas gestimmt.

Bei dem bedeu­tenden Ankauf des Freun­des­kreises handelt es sich um das Werk January aus dem monumen­talen 12-teiligen Bilder­zy­klus Re-enchan­ting the World (2022), mit dem Małgorzata Mirga-Tas auf der 59. Biennale di Venezia 2022 Kunst­ge­schichte geschrieben hat: Als erste Rom*nja-Künstlerin reprä­sen­tierte sie mit ihrem Beitrag im Polni­schen Pavillon ein Land auf inter­na­tio­naler Bühne. Seither zählt der Bilder­zy­klus zu den gefrag­testen Werkgruppen der Künstlerin.

Die meisten Monats­bilder aus dem Zyklus befinden sich bereits in bedeu­tenden europäi­schen Sammlungen, darunter im Kunsthaus Zürich, im Migros Museum für Gegen­warts­kunst, im Museum of Modern Art in Warschau, in der Zachęta – National Gallery of Art sowie im Bonne­fan­ten­mu­seum in Maastricht. Umso mehr freut es uns, dass es dank der großzü­gigen Unter­stüt­zung des Freun­des­kreises gelungen ist, eines der letzten verfüg­baren Monats­bilder für das Kunst­mu­seum Wolfsburg und damit als einziges Werk aus dem Zyklus für eine deutsche Museums­samm­lung zu erwerben.

Małgorzata Mirga-Tas, January aus dem Bilder­zy­klus Re-enchan­ting the World, 2022,
Textil, Acryl, Keilrahmen, 462 × 498 cm, Courtesy die Künst­lerin und Foksal Gallery Founda­tion, Warschau, Foto: Marek Kruszewski

Die Künst­lerin Małgorzata Mirga-Tas verbindet in ihrem Werk immer wieder ihre künst­le­ri­sche Praxis mit einem aktivis­ti­schen Anspruch: Aus feminis­ti­scher Perspek­tive setzt sie den jahrhun­der­te­langen Erfah­rungen von Ausgren­zung, Diskri­mi­nie­rung und Verfol­gung selbst­be­stimmte Bilder von Gemein­schaft, Stärke und Sicht­bar­keit entgegen. Der Bilder­zy­klus Re-enchan­ting the World ist dabei von beson­derer Bedeutung. In Anlehnung an die Fresken des Palazzo Schifa­noia in Ferrara entwi­ckelt die Künst­lerin eine alter­na­tive, vielstim­mige Geschichts­er­zäh­lung. Ihre Monats­bilder berichten von der Geschichte und Gegenwart der Rom*nja in Europa – von Migration und Ankunft, von prägenden Frauen­fi­guren und vom Alltag in Polen. Wie viele ihrer großfor­ma­tigen Arbeiten entstand auch der Bildzy­klus in direkter Zusam­men­ar­beit mit der Rom*nja-Community. Auch die Stoffe ihrer textilen „Malereien“ sind ihrem direkten Umfeld entlehnt und verweisen auf das Leben ihrer Vorbesitzer*innen.

Die Künst­lerin Małgorzata Mirga-Tas verbindet in ihrem Werk immer wieder ihre künst­le­ri­sche Praxis mit einem aktivis­ti­schen Anspruch: Aus feminis­ti­scher Perspek­tive setzt sie den jahrhun­der­te­langen Erfah­rungen von Ausgren­zung, Diskri­mi­nie­rung und Verfol­gung selbst­be­stimmte Bilder von Gemein­schaft, Stärke und Sicht­bar­keit entgegen. Der Bilder­zy­klus Re-enchan­ting the World ist dabei von beson­derer Bedeutung. In Anlehnung an die Fresken des Palazzo Schifa­noia in Ferrara entwi­ckelt die Künst­lerin eine alter­na­tive, vielstim­mige Geschichts­er­zäh­lung. Ihre Monats­bilder berichten von der Geschichte und Gegenwart der Rom*nja in Europa – von Migration und Ankunft, von prägenden Frauen­fi­guren und vom Alltag in Polen. Wie viele ihrer großfor­ma­tigen Arbeiten entstand auch der Bildzy­klus in direkter Zusam­men­ar­beit mit der Rom*nja-Community. Auch die Stoffe ihrer textilen „Malereien“ sind ihrem direkten Umfeld entlehnt und verweisen auf das Leben ihrer Vorbesitzer*innen.

Die am 15. März zu Ende gegangene Ausstel­lung von Małgorzata Mirga-Tas und die außer­ge­wöhn­liche künst­le­ri­sche Qualität sowie die gesell­schaft­liche Relevanz ihrer Arbeit wurde jüngst auch durch die Auszeich­nung des inter­na­tio­nalen Kunst­kritik-Verbandes AICA gewürdigt, der ihre Schau im Kunst­mu­seum Wolfsburg als die „Besondere Ausstel­lung 2025“ würdigte.

Unser tiefemp­fun­dener Dank gilt dem Freun­des­kreis des Kunst­mu­seum Wolfsburg, der diesen Ankauf ermög­licht hat. Seit seiner Gründung trägt der Freun­des­kreis durch sein konti­nu­ier­li­ches Engage­ment maßgeb­lich dazu bei, die Sammlung des Hauses durch bedeu­tende Werke und zentrale Positionen der Gegen­warts­kunst nachhaltig zu erweitern. Mit dem jüngsten Ankauf leistet der Freun­des­kreis einen wichtigen Beitrag dazu, die Sammlung zeitgemäß weiter­zu­ent­wi­ckeln und ihre Diver­sität gezielt auszu­bauen und zu stärken.