Julian Charrière

Midnight Zone

14. 3. — 12. 7. 2026

Infos

Inmitten der pazifi­schen Tiefsee strahlt gleißendes Licht durch eine rotie­rende Fresnel­linse, gigan­ti­sche submarine Gletscher türmen sich über den Betrach­tenden auf und Taucher*innen schweben scheinbar schwe­relos in mexika­ni­schen Cenoten. Die Ausstel­lung Midnight Zone des franzö­sisch-schwei­ze­ri­schen Künstlers Julian Charrière (*1987) präsen­tiert in der großen Halle des Kunst­mu­seum Wolfsburg eine faszi­nie­rende Ausein­an­der­set­zung mit der geheim­nis­vollen Welt des Wassers.

Die multi­me­dialen Werke von Julian Charrière verbinden Kunst, Umwelt und Wissen­schaft. Im Zentrum der Ausstel­lung steht das bedeu­tendste Element irdischen Lebens: Wasser. Es ist Grundlage der Biosphäre unseres Planeten, Lebens­raum unzäh­liger Organismen und zugleich hart umkämpfte Ressource. Daher beleuchtet die Schau neben den sinnli­chen und metapho­ri­schen Ebenen, die mit dem Element Wasser einher­gehen, auch eine Vielzahl politi­scher Bezüge, wie etwa die weltweite Wasser­ver­schmut­zung und Versaue­rung der Ozeane, das durch die menschen­ge­machte Klima­ka­ta­strophe bedingte Abschmelzen von Gletschern und Polkappen, oder die Bedrohung der Meeres­gründe durch Tiefseebergbau.

Die „Midnight Zone“ – womit in der Wissen­schaft der absolut licht­freie Bereich von Meeren in einer Tiefe zwischen 1.000 und 4.000 Metern bezeichnet wird – steht im Fokus von Charrières aktuellem Kunst­schaffen. So zeigt das titel­ge­bende Video der Schau Licht­strahlen, welche von einer sich drehenden Fresnel­linse – die ursprüng­lich für Leucht­türme entwi­ckelt wurde – in die nacht­schwarze Tiefe des Pazifi­schen Ozeans geleitet werden. Schwärme verschie­denster Fisch­arten werden wie magisch vom Licht angezogen und umkreisen die Linse. Dadurch offenbart Charrière den erstaun­li­chen Reichtum an Lebewesen, selbst in diesen uns kaum bekannten Zonen, und weist zugleich auf die Schutz­be­dürf­tig­keit dieser Region hin.

Julian Charrière. Midnight Zone ist die bislang größte Einzel­aus­stel­lung des weltweit renom­mierten Künstlers. Die in Koope­ra­tion mit dem Museum Tinguely in Basel, Schweiz, reali­sierte Schau schafft in einer eigens für das Kunst­mu­seum Wolfsburg entwi­ckelten Szeno­grafie einen immer­siven Erfah­rungs­raum, in dem Bild, Ton und Körper mitein­ander verschmelzen und die Ausein­an­der­set­zung mit der Bedeutung von Wasser, Ozeanen und die Arten­viel­falt in deren Tiefen auf künst­le­risch trans­for­mierte Weise in Form von Video- und Sound­ar­beiten, Skulp­turen, Fotogra­fien und Instal­la­tionen multi­sen­so­risch erlebbar wird.

Anläss­lich der Ausstel­lung ist in enger Zusam­men­ar­beit mit dem Künstler eine wissen­schaft­lich fundierte und reich bebil­derte Publi­ka­tion entstanden. Mit Texten von Stacy Alaimo, Rachel Carson, Susan Casey, Peter H. Gleick, Peter Godfrey-Smith, Amorina Kingdon, Geraldine Kirrihi Barlow, Sara A. Rich und Helen M. Rozwa­dowski sowie einem ausführ­li­chen Interview mit Julian Charrière, geführt von Andreas Beitin und Roland Wetzel. (Heraus­ge­geben von Andreas Beitin und Roland Wetzel, engl., mit dt. Überset­zungen via QR-Code), 272 Seiten, im Museums­shop und unter kunstmuseum.ticketfritz.de für 45 € erhältlich.

Kuratoren
Andreas Beitin, Dino Steinhof 

Kurato­ri­sche Assistenz
Anne Rybka

Publikation

Julian Charrière. Midnight Zone – Publi­ka­tion engl.

Das gleißende Licht einer Fresnel­linse inmitten der pazifi­schen Tiefsee, gigan­ti­sche Gletsch­er­land­schaften unter Wasser und Taucher*innen, die in den mexika­ni­schen Cenoten wie schwe­relos zu schweben scheinen – die Ausstel­lung Midnight Zone des franzö­sisch-schwei­ze­ri­schen Künstlers Julian Charrière (*1987) präsen­tiert in der großen Halle des Kunst­mu­seum Wolfsburg eine faszi­nie­rende Ausein­an­der­set­zung mit der geheim­nis­vollen Welt des Wassers.

Anläss­lich der Ausstel­lung Midnight Zone von Julian Charrière im Kunst­mu­seum Wolfsburg ist in enger Zusam­men­ar­beit mit dem Künstler eine reich bebil­derte Publi­ka­tion erschienen. Hochwer­tige, eindrucks­voll repro­du­zierte Bildstre­cken und die Verwen­dung unter­schied­li­cher Papiere machen die Publi­ka­tion auch haptisch zu einem beson­deren Erlebnis. Sie versam­melt Texte von Stacy Alaimo, Rachel Carson, Susan Casey, Peter H. Gleick, Peter Godfrey-Smith, Amorina Kingdon, Geraldine Kirrihi Barlow, Sara A. Rich und Helen M. Rozwa­dowski sowie ein ausführ­li­ches Interview mit Julian Charrière, geführt von Andreas Beitin und Roland Wetzel.

Die Publi­ka­tion erscheint in engli­scher Sprache (mit deutschen Überset­zungen per QR-Code), umfasst 272 Seiten.

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